Füße kalt wie Eis
Feet as Cold as Ice
Hexerauftrag
Toussaint empfohlen ab Stufe 45 Blood and Wine
Aus dem Journal
Wenn ich all meine falsche Bescheidenheit beiseitestelle, muss ich bemerken, dass meine Gesänge von Geralts Taten weltberühmt sind. Das Herzogtum Toussaint macht darin keine Ausnahme. Gerade dort sind meine Balladen, in denen ich seine allbekannte Tapferkeit und Ehrenhaftigkeit preise, ganz außerordentlich beliebt. So sehr, dass es einmal hauptsächlich meinen Werken zu verdanken war, dass Geralt ein Auftrag angeboten wurde. Eine junge Edeldame, die den Hexer nur aus meinen (natürlich sehr akkuraten) Beschreibungen kannte, erspähte ihn in einer Menschenmenge und bat ihn sogleich um Hilfe. Sie sorgte sich um ihren Verlobten François, der vor Kurzem aufgebrochen war, um zu ihren Ehren ein Monster zu erschlagen. Das Monster war als Grottore bekannt, und des Edelfräuleins Liebster war noch nicht zurückgekehrt. Sie bat den Hexer nachzusehen, was aus dem jungen Ritter geworden war ...
Wenigen ist klar, wie neugierig Geralt eigentlich ist. Wann nimmt er schon die Hauptstraße, wenn er auch Berge überqueren, durchs Unterholz brechen und anderweitig die Wildnis durchstreifen kann? Auf einem dieser Streifzüge stieß er auf eine Höhle, bei deren Eingang zahlreiche Leichen lagen. Er hatte noch nicht angefangen, darüber nachzudenken, da versperrte ihm ein junger Ritter namens François den Weg. Der Ritter hatte seiner Verlobten geschworen, das Monster zu töten, das in dieser Höhle hauste.
Leider hatte der junge François gegen Grottore keine Chance gehabt. Die schreckliche Bestie hatte ihn zu Mus zerstampft.
Mit Geralts Hilfe gelang es dem jungen François, den wilden Grottore zu besiegen und damit seinen Schwur zu erfüllen. Umso erstaunlicher, wie wenig eilig er es hatte, jenen anderen Schwur am Altar der Ehe zu leisten. Der Hexer redete ihm ins Gewissen, und François kehrte zu seiner Herzensdame zurück, um mit ihr die Hochzeit vorzubereiten.
Mit Geralts Hilfe gelang es dem jungen François, den wilden Grottore zu besiegen und damit seinen Schwur zu erfüllen. Der Ritter erwies sich allerdings als unwillig, jenen anderen Schwur am Altar der Ehe zu leisten. Anstatt zu seiner Herzensdame zurückzukehren, beschloss er, nach einem weiteren Monster zu suchen, dem er entgegentreten konnte ...
Geralt konnte François zwar nicht wieder lebendig machen, doch er konnte ihn rächen und die Gegend zugleich von einer gefährlichen Bestie befreien. Er zog sein Silberschwert und ließ es wirbeln, und kurz darauf hing Grottores Riesenhaupt an seinem Sattel.
Geralt hat mir mal im Vertrauen gesagt, dass der von ihm bisweilen zitierte Hexerkodex gar nicht existiert. Er bemühte das Konzept nur als Entschuldigung, unangemessene Aufträge ablehnen zu können. Manchmal bedaure ich, dass seine Gilde keine solche Satzung erlassen hat. Ansonsten hätte Geralt dem jungen François vielleicht geholfen oder ihn wenigstens gerächt.