Auftrag: Rinderwahn
Contract: Bovine Blues
Hexerauftrag
Toussaint empfohlen ab Stufe 38 Blood and Wine
Aus dem Journal
Auf seinen Reisen durch das pittoreske Toussaint gelangte Geralt einmal in den außergewöhnlichen Ardaiso-Steinbruch. Er war mit den Einzelteilen einer riesenhaften Statue angefüllt, die alle direkt aus dem Fels geschlagen wurden. Geralt traf bei seiner Ankunft eine Gruppe von Arbeitern an, die mit ihrem Vorarbeiter stritten. Er erfuhr, dass am Abend zuvor eine Kuh vom Himmel gefallen war und beim Aufprall einen ihrer Kollegen erschlagen hatte. Die übrige Belegschaft bestand darauf, die Angelegenheit aufzuklären, bevor sie bereit war, die Arbeit wieder aufzunehmen. Der Hexer nahm sich der Sache an, wie es einem Profi seines Ranges geziemte.
Nachdem Geralt die beiden Schleimlinge erlegt hatte, zündete er noch das Gelege an. Denn wie man in Toussaint so schön sagt: "Majoran hilft denen, die sich selbst helfen."
Geralt untersuchte Kuhkadaver sowie Arbeiterleiche und stellte fest, dass es sich hier nicht um eine göttliche Plage handelte, wie die Arbeiter argwöhnten, und auch nicht um ein fehlplatziertes Portal, wie er selbst vermutet hatte. Die Umstände waren viel banaler. Ein Draconide war mit der Kuh auf dem Weg zu seinem Nest gewesen. Dann hatte das Monster entweder losgelassen oder loslassen müssen, die Kuh war in den Steinbruch gefallen und hatte den Arbeiter erschlagen.
Nach erfolgreicher Jagd informierte der Hexer die Arbeiter im Steinbruch, dass die Gefahr nur aus einem jungen Schleimling bestanden hatte und nunmehr gebannt war. Der Vorarbeiter seufzte erleichtert auf, da die Arbeit jetzt weitergehen konnte - das Errichten einer riesigen Statue des Propheten Majoran.
Der Hexer, Experte in Monsterdingen, kam rasch zu dem Schluss, dass es sich bei dem Draconiden um einen Schleimling handeln musste. Es deutete alles auf ein junges Exemplar hin, das nicht nur die Beute verloren hatte, sondern auch noch mit dem Kran im Steinbruch kollidiert war und sich dabei verletzt hatte. Anhand der Verletzung konnte der Hexer den Schleimling rasch aufspüren. Er folgte einfach der Blutspur. Unterwegs fand er heraus, dass dem jungen Schleimling sein Muttertier zur Hilfe gekommen war. Unbewegt vom Schauspiel der Zuneigung zwischen den Kreaturen, unter Reptilien immerhin eine Seltenheit, zog Geralt das Schwert und erschlug die Monster.
Wie einst ein bekannter Rhetoriker formulierte: Wer eine Pechsträhne hat, der kann nicht in der Nase bohren, ohne dass er sich den Finger bricht. Als der Hexer durch den Ardaiso-Steinbruch kam, fand er einen Arbeiter vor, der doch tatsächlich von einer fallenden Kuh erschlagen worden war. Das machte Geralt neugierig. Er beschloss, der Sache auf den Grund zu gehen.
Ein Hexerleben wird nicht langweilig. Wenn dem Hexer die Gorgos, Striegen und Nekker irgendwann zum Halse raushängen, kann er sich darauf verlassen, dass das Schicksal ihm etwas Unerwartetes an den Weg legt. Dies war der Fall, als in einem Steinbruch plötzlich eine Kuh vom Himmel fiel und einen der Arbeiter erschlug. Daraus ergab sich ein Auftrag, der den Hexer gewiss aus seinem Alltag reißen würde.