Es kam für viele überraschend, als kaum drei Jahre nach dem Zweiten Nilfgaard-Krieg - von dem es geheißen hatte, er würde "allen Kriegen ein Ende machen" - die kaiserlichen Streitkräfte ein weiteres Mal in den Norden einfielen. Gelehrige Studenten der Geschichte hatten diesen Lauf der Dinge allerdings voraussehen können, da Nilfgaards Wirtschaft und Politik seit Jahren von Expansion und Eroberung abhängig sind.
Die aufmerksame Analyse zeigt, dass Nilfgaard seine Pläne zur Unterwerfung des Nordens nie aufgegeben hatte. Entgegen der landläufigen Meinung standen keine Zauberinnen, sondern kaiserliche Diplomaten hinter dem Tod König Foltests. Sie waren es auch, welche die Krise beim Gipfel in Loc Muinne verursachten. Auch der aktuelle Konflikt ist das Resultat kalter Berechnung und langfristiger Planung. Das Wachs auf dem Frieden von Cintra war noch nicht getrocknet, da bereitete Emhyr var Emreis bereits den nächsten Krieg vor, der schließlich im Frühling 1270 ausbrach.
Der erste Teil des Krieges verlief für den Kaiser exakt nach Wunsch. Schon nach wenigen Monaten fanden sich Lyrien, Aedirn und Temerien im Schatten des schwarzen Banners wieder. Dass nicht schon der gesamte Norden zur Provinz Nilfgaards geworden ist, ist allein den frühen Frosteinbrüchen im Dezember 1270 und dem Wagemut Radovids zu verdanken - er zog seine Kräfte nicht am Pontar zusammen, sondern fiel in Kaedwen ein und verdoppelte so sein Territorium und seine Stärke.