Es sind schon fünf Wochen vergangen, seit ich von diesem "Prinz Valgridovt aus einem fernen Land" angeheuert wurde, um seine Familie sicher nach Beauclair zu geleiten. Zuerst hatte ich lediglich einen Verdacht, aber nun bin ich mir sicher: Unser Schiff wird verfolgt.
Wir haben Kurs auf die Küste genommen. Der Kapitän möchte unsere Vorräte in einem kleinen Dorf namens Ursten auffüllen und dann den Pontar hochsegeln. Die Masten des Schiffs, das uns folgt, sind stets am Horizont zu sehen.
Das Schlimmste ist geschehen. Wir werden ertrinken. Wir hatten die Küste fast erreicht, als uns auf einmal ein schrecklicher Sturm zurückblies. Die Böe warf unser Schiff gegen die Felsen. Es läuft voll Wasser. Die Rahe ist heruntergekracht und hat mir die Beine zertrümmert. Ich weiß nicht, was aus uns wird. Ich habe sie im Stich gelassen. Ich habe die Erben der königlichen Dynastie enttäuscht, die ich sicher nach Beauclair bringen sollte ... Die versiegelten Briefe waren in der Truhe, die die Seeleute über Bord geworfen haben, als das Schiff zu sinken begann.
Wenn sie jemals an Land gespült werden, wenn sie und dieses Tagebuch jemals gefunden werden, sollten sie einer Frau namens Viki überbracht werden. Sie spricht nicht die einheimische Sprache, aber wenn ihr jemand die Worte "Viedhog latrut alame hoir" vorliest, weiß sie, was zu tun ist. Hoffentlich hat sie überlebt. Zum Glück segeln sie und das Kind auf einem anderen Schiff. Der Älteste hat darauf bestanden, dass wir uns so aufteilen. Er hatte recht. Ich weiß nicht, wer uns verfolgt ... Ich weiß nur, dass ich bald sterben werde ...