Logbuch des Kapitäns der Amuanda
Tag 69, Elinud
Langsam hasse ich diesen Führer und die fremde Königsfamilie, die er eskortiert. Ich hätte mich nicht bereit erklären sollen, sie als Passagiere mitzunehmen. Von dem Augenblick an, als wir Val verlassen hatten, gab es nichts als Schwierigkeiten und alles deutet darauf hin, dass uns noch weit mehr erwarten. Das seltsame Verhalten der fremden Königsfamilie hilft auch nicht weiter - die Mannschaft nennt sie hinter ihrem Rücken Barbaren und ist der Ansicht, dass diese Expedition verflucht ist. Der Führer sagte, dass er angeheuert wurde, um sie nach Beauclair zu bringen - vielleicht passen solche seltsamen Bräuche ja zum Hof von Anna Henrietta, aber erst müssen wir das Festland sicher erreichen. Und seit wir unser Schwesterschiff aus den Augen verloren haben, habe ich ein schlechtes Gefühl dabei, wie unsere Chancen dafür stehen.
Tag 73, Elinud
Ich hätte wissen müssen, dass es Probleme gibt, als der Führer erzählte, dass diese Königlichen vor einem Staatsstreich fliehen müssten, durch den sie von ihrem Thron auf ihrer Heimatinsel vertrieben worden waren. Ich höre, wie die Frau in dieser seltsamen Sprache mit ihrem Kind spricht. Sie spuckt Worte aus, voller Hass und Verachtung, sodass ich ihre genaue Bedeutung nicht erraten muss - sie scheint den Thronräuber zu verfluchen. Sie sucht ohne Unterbrechung den Horizont ab, die Furcht steht ihr ins Gesicht geschrieben - zweifelsohne fürchtet sie, dass ihr Meuchelmörder auf den Versen sind.
Tag 78, Elinud
Meine Sorgen haben sich bestätigt - unsere Passagiere werden unser Untergang sein. Das Schiff wird bald sinken. Mögen unsere und ihre Götter über uns wachen.