Auch wenn sich der Pomino einer nicht so großen Berühmtheit erfreut wie der Est Est oder selbst der Erveluce, hat er eine Vielzahl an Bewunderern und gehört zu den besten Weinen der Welt. Allerdings wissen nur wenige, dass die Welt diesen Wein mit dem leicht scharfen und überraschend satten Nachgeschmack fast verloren hätte. Der Grund für diese zum Glück abgewendete Katastrophe war Phylloxera mortifera, die sogenannte tödliche Reblaus, deren plötzliche Invasion nahezu alle existierenden Rebstöcke dieser Weinsorte vernichtet hatte. Viele Wochen lang sah es so aus, als ob niemand etwas gegen diese Plage tun könnte und der Pomino dem Untergang geweiht wäre. Schließlich gelang es jedoch den herzoglichen Alchemisten, die Reblaus zu besiegen, und eine ausgewählte Gruppe Winzer sorgte dann dafür, dass die Rebe auf Castell Ravello erneut angepflanzt wurde. Einige Experten aus der Zeit der Seuche behaupten jedoch, dass durch ihre Bemühungen zum Erhalt der Rebe bei der Kreuzung Verunreinigungen entstanden seien, sodass sie nie wieder denselben sagenhaften Geschmack erzielen konnten.