
Vigi der Spinner
Vigi the Loon
Aus dem Journal
Sogar nach den Maßstäben der Skelliger, denen Tapferkeit über alles geht, war Vigis Furchtlosigkeit mehr als nur Mut - sie war eine Spielart selbstmörderischen Irrsinns. Der Krieger vom Clan Tordarroch hatte das Recht angestrebt, sich Vigi der Furchtlose zu nennen. Aber als seine Aktionen ihm den Spitznamen "Vigi der Spinner" einbrachten, schien ihn das auch nicht zu stören.
Es war Vigi gewesen, der in seiner Gier nach Ruhm und seinem Bestreben, seine Heimatinsel vor dem Eisriesen zu retten, Hjalmar überredet hatte, die Reise nach Undvik zu wagen. Viele Mitglieder dieser Mannschaft starben bei der Expedition, und Vigi fand sich im Käfig des Eisriesen wieder.
Leider wurde der Käfig zu seinem Grab. Der erwachte Riese schlug nur einmal zu und machte Vigis Irrsinn damit ein Ende.
Sofort als Geralt Vigi aus dem Käfig befreit hatte, machte der Skelliger seinem Spitznamen alle Ehre und weckte den schlafenden Riesen mit einem Tritt. Der Gerechtigkeit halber sei hinzugefügt, dass er danach tapfer und wirkungsvoll gegen das Monster kämpfte und damit bewies, dass sich hinter der Spinnerei tatsächlich ein mächtiger Krieger verbarg.
Das war nicht das letzte Mal, dass Vigi und Geralt gemeinsam kämpften. Vigi folgte Geralts Ruf und verteidigte Kaer Morhen mit Hjalmar gegen die wilde Jagd. Wieder kämpfte er geschickt und tapfer, doch diesmal fiel er in der Schlacht. Die Nachricht seines Heldentods erreichte Skellige, und in den Balladen erlangte er den Titel, der ihm zu Lebzeiten versagt geblieben war: Vigi der Furchtlose.