
Reinald
Aus dem Journal
Reinalds Geschichte ist eine tragische. Ein junger Hexer, der in den Anfangsjahren der Wolfsschule ausgebildet wurde, der voller Neugier und Hilfsbereitschaft aufbrach, um die Welt zu erkunden, und der letztendlich einen Auftrag annahm, den er nicht überleben würde. Reinald wurde von einem roten Miasma besessen und von eben jenen Priestern des Ewigen Feuers, die ihn angeheuert hatten, in den Minen der Teufelsgrube eingeschlossen, wo er jedoch unglaubliche Stärke bewies und dem Willen des Geistes widerstand. Er sperrte sich selbst und das Miasma in einer Salzhöhle ein, wo er verblieb, während seine Lebenskraft langsam in Dunkelheit und Trauer versickerte. Der Pestgeist sorgte dafür, dass der Körper des Hexers nicht starb, während Reinald sich an die langsam verblassende Hoffnung klammerte, dass sein geliebter Freund ihn eines Tages retten würde. Doch Tage wurden zu Wochen, zu Jahren, zu Jahrhunderten ...
Letztendlich war Reinalds Ende so düster wie der lange Pfad, der dorthin führte. Geralt besiegte das rote Miasma und verbrannte die Leiche des Hexers, wodurch sein verbitterter Geist gezwungen wurde, die Welt zu verlassen.
Das lange Warten endete letztlich mit einem Gespräch zwischen den Hexern und dem jungen Diakon. Geralt hatte das rote Miasma besiegt und Reinald überzeugt, dass selbst ein Kleriker des Ewigen Feuers die grauenhaften Missetaten der Kirche als solche erkennen würde. Nachdem Reinald die aufrichtige Reue des Diakons für die Sünden seiner Vorgänger gesehen hatte, konnte er diese Welt friedlich verlassen.
Am Ende fand Reinald seine Erlösung durch Rache. Er unterlag dem Zorn und der Bitterkeit, die über all diese endlos langen Jahre in ihm geschwelt hatten. Der Mord an dem jungen Diakon der Kirche des Ewigen Feuers trennte den Geist des längst toten Hexers von seiner letzten Verbindung zu dieser Welt und er verschwand für immer aus dem Tal.