
Keira Metz
Aus dem Journal
Als Geralt und Keira Metz sich zum ersten Mal trafen, fiel sie ihm sprichwörtlich auf den Kopf. Es war beim berüchtigten Aufstand von Thanedd, als Keira aus einem Fenster geworfen wurde und mehr oder weniger auf dem Hexer landete. Ihre nächste Begegnung in den Sümpfen von Velen war auf andere Weise überraschend - in dieser grimmigen, unfruchtbaren Einöde war die Luxus liebende Zauberin die letzte Person, mit der Geralt gerechnet hatte.
Der Hexer erfuhr den Grund von Keiras Anwesenheit erst später. Ihre Geschichte gab ihm reichlich über die grausamen Winkelzüge des Schicksals zu denken. Einst war sie die geschätzte Beraterin König Foltests gewesen, dann hatte sie jedoch sein Vertrauen verloren und war aus Temerien vertrieben worden. Später war sie zur Loge der Zauberinnen gestoßen, was ihr den Hass des redanischen und des nilfgaardischen Herrschers gleichermaßen eingebracht hatte. Daher war sie in den Untergrund gegangen und gab sich nun tief in der Provinz als weise Frau aus, als Dorfhexe sozusagen. Es war dabei offensichtlich, dass sie ihre Tarnung verabscheute.
Keira bediente sich rasch der Hilfe des Hexers. Als Gegenleistung dafür, dass sie ihm verriet, wo er einen gewissen mysteriösen Elfen finden konnte, bat sie Geralt, sie auf der Suche nach einer magischen Lampe in den nahe gelegenen Elfenruinen zu begleiten.
Dann bat Keira Geralt noch um einen weiteren Gefallen: Er sollte den Fluch des Turms auf der Reuseninsel brechen. Als Fachmann für Flüche und Gefallen erklärte der Hexer sich einverstanden.
Keira hatte nie aufgehört, das luxuriöse Hofleben zu vermissen. Die reetgedeckten Katen konnten sich schwerlich mit eleganten Ballsälen und Palastgärten messen. Eines Tages beschloss sie, sich eine Abwechslung von der tristen Atmosphäre Velens in Form eines ausschweifenden Festmahls zu gönnen. Die Beschaffung der erforderlichen feinen Zutaten erwies sich als nicht so schwierig, nur die passende Gesellschaft fehlte - jedenfalls bis Geralt auftauchte. Der Hexer nahm die Einladung der Zauberin mit Freuden an und neigte den ganzen Abend dazu, "Ja" zu sagen.
Keira hatte nie aufgehört, das luxuriöse Hofleben zu vermissen. Die reetgedeckten Katen konnten sich schwerlich mit eleganten Ballsälen und Palastgärten messen. Eines Tages beschloss sie, sich eine Abwechslung von der tristen Atmosphäre Velens in Form eines ausschweifenden Festmahls zu gönnen. Die Beschaffung der erforderlichen feinen Zutaten erwies sich als nicht so schwierig, nur die passende Gesellschaft fehlte - jedenfalls bis Geralt auftauchte. Der Hexer nahm die Einladung der Zauberin mit Freuden an, nahm sich aber in anderer Hinsicht ungewöhnlich zusammen und schlug ihre unzweideutigen Angebote aus.
Der Abend, der so angenehm begonnen hatte, endete für den Hexer unerfreulich. Keira hatte ihn mit einem Zauber hinterrücks einschlafen lassen. Sie wollte offenkundig etwas vor ihm verbergen.
Es zeigte sich, dass Keira auf dem Hexer wie auf einer wohlgestimmten Harfe gespielt und alle passenden Akkorde geschlagen hatte, um ihn beschäftigt zu halten, während sie auf der Reuseninsel die Notizen des Magiers Alexander stahl. Sie wollte diese Notizen bei einem Handel mit Radovid als Unterpfand einsetzen. Die Aufzeichnungen Alexanders zur Epidemie konnten ihre Fahrkarte zurück in ein Leben ohne Läuse, Zecken und allgegenwärtigen Dreck sein.
Obwohl ihr Vorhaben gleichermaßen dumm und gefährlich war, schenkte Keira den Einwänden von Geralt kein Gehör. Schließlich musste der Hexer einsehen, dass er kein Recht hatte, sie aufzuhalten. Keira brach mit den Notizen des Magiers Alexander auf.
Schließlich gelang es Geralt, Keira von ihrem leichtsinnigen Plan abzubringen, mit einem Mann verhandeln zu wollen, dessen Lieblingsargumente rotglühende Zangen und lodernde Scheiterhaufen waren. Keira änderte ihr Reiseziel von Oxenfurt in Kaer Morhen, wo sie entschieden besser aufgehoben war.
Keira war entschlossen, ihre Absichten durchzusetzen, aber Geralt konnte das nicht zulassen. Nachgeben wollte niemand, und so entbrannte ein Kampf, bei dem Keira Metz ums Leben kam.
Während der Schlacht auf Kaer Morhen kämpfte Keira tapfer gegen die Schergen Eredins und rettete Lambert vor dem sicheren Tod.
Später zeigte sich, dass der gemeinsame Kampf ein Band zwischen Keira und Lambert geschmiedet hatte, welches bestehen blieb, nachdem der Kampflärm verklungen war. Dies bestätigte meine Theorie, dass Hexer und Zauberinnen sich auf mystische Art zueinander hingezogen fühlen.
Leider lösten sich die verzweifelten Pläne der Zauberin angesichts von Radovids grausamem Irrsinn in Luft auf. Keira Metz teilte das Schicksal zahlreicher Kollegen und wurde auf Befehl Radovids hingerichtet.
Geralt erfuhr nie, warum Keira diesen Zauber gewirkt hatte und worauf sich ihr Interesse an der Reuseninsel gründete. Ihre Exekution jedoch legte nahe, dass ihr wie auch immer gearteter Plan gescheitert war.