
Oma
Gran
Aus dem Journal
In Kriegszeiten trifft man viele Leute, die ein grausames Schicksal erlitten haben. Geralt war daher nicht schockiert, als er in den Sümpfen von Velen auf eine Frau stieß, die von den Kindern in ihrer Obhut Oma genannt wurde und offensichtlich Fürchterliches mitgemacht hatte.
Welche Schatten auch auf ihr lasteten, um die Waisen kümmerte sie sich liebevoll und sorgsam.
Oma hatte seltsame Zeichen an den Händen, die wie Flammen glühten. Wie sich erwies, bedeuteten sie, dass Oma den Muhmen als Sklavin dienen musste. Wie genau die alte Frau in deren Gewalt geraten war, blieb unbekannt.
Als der Fischer Geralt von den glühenden Zeichen an den Händen Annas berichtete, zählte der Hexer rasch eins und eins zusammen. Die Ereignisse der jüngeren Vergangenheit hatten sie zwar bis zur Unkenntlichkeit verändert, aber Oma in den Sümpfen musste die Frau des Blutigen Barons sein.
Als Geralt die Zeichen an den Händen der Frau erblickte, war ihm sofort klar, dass sie die Frau des Blutigen Barons sein musste, auch wenn die Ereignisse der jüngeren Vergangenheit sie bis zur Unkenntlichkeit verändert hatten.
Geralts erste Gesprächsversuche führten zu nichts. Er konnte Omas Misstrauen erst mit der Hilfe des Göttlings Hansi überwinden. Von diesem reichten ein paar Worte, und die Frau war bereit, Geralt zu helfen, mit den mysteriösen Herrinnen des Waldes zu sprechen.