Geralt von Riva

Geralt von Riva

Geralt of Rivia

Aus dem Journal

Die wenigsten können die Freundschaft erahnen, die mich nun seit einem Vierteljahrhundert mit Geralt von Riva verbindet. Als wir das erste Mal gemeinsam gegen das Böse zu Werke gingen, behaupteten böse Zungen, dass er mich besser hätte ausrauben, aufschlitzen und in einem hohlen Baumstumpf zurücklassen sollen, da sonst sicherlich irgendwann ein anderer dasselbe mit uns machen würde. Doch diese Zungen sprachen nur aus reiner Eifersucht, denn Geralt war mein bester Freund, was er bei zahlreichen Gelegenheiten immer wieder unter Beweis stellte.

Ich könnte eine Menge über diesen weltbekannten Monsterjäger sagen, jenen Mann, der in der Älteren Rede unter dem Namen Gwynbleidd und in der jüngeren, obgleich nicht weniger noblen, als der Weiße Wolf bekannt ist. Geralt von Riva ist ein wahrhaft außergewöhnlicher Mann. Wer ihn nur flüchtig kennt, mag ihn für einen einfachen Schwertkämpfer, einen Monsterschlächter, einen wilden Kerl halten, der ein dreckiges Handwerk verrichtet - aber auf den zweiten Blick ist er ein Mann, der ungeahnte Tiefe besitzt, einzigartige Ansichten vertritt und über einen gewaltigen Erfahrungsschatz verfügt. An der Oberfläche wirkt er zurückgezogen und wortkarg - manche würden ihn sogar unwirsch nennen. Dahinter verbirgt sich jedoch ein gewaltiges Meer an Güte, Humor und ehrlicher Bereitschaft, seinen Freunden zu helfen, sei es durch einen guten Rat oder die meisterliche Beherrschung seiner Klinge. Mögen sein Erscheinungsbild auch schroff und seine Manieren bisweilen auch ungepflegt sein, beim sanften Geschlecht findet er dennoch großen Anklang. Er ist, um es kurz zu machen, ein lebender Widerspruch.

Es ist sicherlich keine Übertreibung, wenn ich sage, dass ich seine Geschichte besser kenne als jeder andere. Ich habe mit ihm gute und schlechte Zeiten durchlebt, ihm mit weisem Rat und geschickter Tat zur Seite gestanden. So bin ich zu einem entscheidenden Teil seiner Geschichte geworden, sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart. Daher sehe ich es als meine Pflicht an, meine Chronik fortzuführen und seine Taten und Abenteuer zum Wohle zukünftiger Generationen niederzuschreiben.

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